NSU Thurner RS


NSU Thurner RS

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Bayerisches Kleinod

 

In der bayerischen Gemeinde Bernbeuren entstanden ab 1969 zweisitzige Sportflitzer, die unter dem Namen NSU-Thurner RS bekannt wurden. Hinter diesen Autos stand die Firma Rudolf Thurner, Karosseriebau & Sportwagen. Insider verbanden mit dem Namen des Inhabers eine Präsenz im Autorennsport seit 1959, zuletzt in der Klasse Formel 3.

 

Der gelernte Versicherungskaufmann Rudolf Thurner träumte jedoch neben dem rennfahren auch von der Produktion eines eigenen Sportflitzers und präsentierte 1968 erstmals seinen fertigen Prototyp. Optisch glich der Wagen den ganz großen Rennern der Motorsportszene – eine flache Erscheinung mit lang gestreckter Schnauze, kurzem Heck und als Highlight Flügeltüren. In der kleinen Automanufaktur machten sich insgesamt sechs Mitarbeiter ab 1969 daran, die Sportwagen mit den markanten Flügeltüren zu montieren und vor allem die Karosserie selbst anzufertigen. Diese entstand aus Glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und wurde auf einem Stahlrohrrahmen fixiert. Als Frontscheibe griffen die Mechaniker auf das serienmäßige Teil aus dem Porsche 904 zurück. Die gesamte Konstruktion wog – in erster Linie bedingt durch die leichte Kunststoffhaut – lediglich 670 Kg. Dieses Leichtgewicht gepaart mit den 65 PS, die der luftgekühlte NSU-Vierzylinder abgab, versprach schon eine Menge Fahrspaß und das war es genau, was auch der NSU-Thurner vermitteln wollte. Als Tribut an das knapp 180 km/h schnelle Leichtgewicht musste der Fahrer in Kauf nehmen, dass es im Innenraum sehr laut war. Vor allem wenn der Motor auf Touren kam, stieg die Lautstärke auf fast 100 dB. Dieser Lärmpegel machte natürlich eine Unterhaltung während einer sportlichen Fahrt nahezu unmöglich. Dessen ungeachtet bekam der bayerische Flügeltürer eine Straßenzulassung in der Bundesrepublik Deutschland und war anfangs für 12.700 DM zu bekommen, was an der Schwelle zu den 1970er Jahren ein durchaus stattlicher Betrag für ein Auto war. Der Einstieg in das Thurner-Fahrerlebnis wuchs schließlich auf 15.600 DM.

 

Insgesamt verließen 124 Exponate das kleine Werk. Von diesen Autos entstanden 121 Stück in herkömmlicher RS-Optik, drei Fahrzeuge mit verbreiterter Karosserie und im Jahr 1971 wurde auch ein Exemplar als reinrassiger Bergrenner mit Überrollbügel und 125 PS Einspritz-NSU Motor auf die Räder gestellt. Vielleicht wären es noch mehrere Autos geworden, doch 1974 stellte Rudolf Thurner die Produktion ein.

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