Maybach SW35 Stromlinie


Maybach SW35 Stromlinie

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Schnell und doch nicht begehrt

 

Wenn der Name des Autoherstellers Maybach in Verbindung mit der Ära der 1930er Jahre genannt wird, steht dies auch heutzutage noch gleichbedeutend für feudale, aristokratische Personenwagen. Die Ansprüche an höchsten Autoluxus trieb das Unternehmen exzessiv voran und erfüllte die Wünsche der am meisten betuchten Kunden. Die Firma mit Sitz in Friedrichshafen orientierte sich seit Beginn der 1920er Jahre sogleich an großvolumigen Motoren und auch die Vorliebe für das Thema Stromlinie kristallisierte sich schon frühzeitig heraus.

 

Im Jahre 1932 realisierte das Werk einen ersten Personenwagen, bei dem konsequent Erkenntnisse aus der Strömungslehre berücksichtigt wurden. Als ab 1935 das Modell der neuen SW-Reihe, wobei das Kürzel SW ausgeschrieben für Schwing-achswagen stand, auf den Markt kamen, widmete sich das Werk erneut dem Bau eines windschnittigen Wagens. Bereits zu Beginn des Jahres 1935 weckte Maybach durch eine stilisierte Abbildung in Zeitschrifteninseraten das Interesse, auf der IAMA - Internationalen Automobil und Motorradausstellung – 1935 wurde schließlich der Wagen auf dem Maybach-Stand ausgestellt. Kenner der Stromlinien-lehre erkannten beim erstmaligen Betrachten sofort, dass die Karosserie unter den Einflüssen der Patente von Paul Jaray entstanden war. Vor allem seine charismatische, halbrunde, Kubus ähnliche aufgesetzte Verglasung fand sich auch auf dem optisch modifiziertem SW 35 wider. Unter der langen Motorhaube verbarg sich der 3,5 Liter große und 140 PS starke 6-Zylinder Reihenmotor, der den 1.300 kg schweren Wagen auf die Höchst-geschwindigkeit von knapp 160 km/h beschleunigte, was für damalige Verhältnisse ein außergewöhnliches Tempo für ein Serienauto war. Im Vergleich dazu erreichten die herkömmlich karossierten SW 35 Modelle knapp 140 km/h und diese galten schon als sehr schnell. Als Fahrwerk für die Stromlinie diente der neue SW 35 Rahmen, der laut Werbung „Doppelschwing-achsen – Doppelfederung – Tiefbettrahmen“ als Vorzüge aufwies. Gefertigt wurde das ausgestellte Unikat bei der Karosseriefabrik Spohn, die viele Aufträge für Maybach in ihrem Werk in Ravensburg realisierten. Das Werk selbst betitelte den Wagen mit der etwas holprigen Formulierung: "Schnell-wagen mit besonderer Eignung für die Autobahn".

 

Die Maybach-Umsetzung zum Thema Stromlinie hatte viel Beachtung erfahren, die Gazetten und die Fachpresse gerieten ins Schwärmen, doch der Wunsch, diese Limousine auch zu verkaufen, erfüllte sich für Maybach nicht. Gerade zwei Karosserien wurden bei der Firma Spohn hergestellt und beide Exemplare gelten seit 1945 als verschollen.

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