NSU Kompressor-Weltrecordwagen


NSU Kompressor-Weltrecordwagen

Artikel-Nr.: AC07006

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Als NSU seinen Namen verlieh

 

Das Jahr 1951 markierte in der Firmengeschichte der NSU-Werke einen Meilenstein. In diesem Jahr fuhren sie auf der abgesperrten Autobahn zwei Mal Weltrekorde in der Motorradklasse.

 

Da es zwischen den Rekordfahrten zeitliche Leerläufe gab, stellte das Neckarsulmer Werk diese freien Zeiten anderen zur Verfügung. Das Duo Georg von Opel und Ferdi Lehder standen mit ihrem flachen, windschnittigen Auto parat. Mit großen Lettern stand auf der halbrunden Front „NSU Kompressor“ zu lesen. Was nun auf den ersten Blick wie ein offizielles Fahrzeug aus dem Neckarsulmer Haus aussah, hatte jedoch nur sehr wenig mit dem NSU-Werk zu tun. Einziger Berührungspunkt war der 500er Kompressor-Motor, den die Neckarsulmer bereitwillig für den Einbau zur Verfügung stellten. Das Chassis des Wagens basierte hingegen einzig auf der Initiative des 38jährigen Georg von Opel – Enkel von Firmengründer Adam Opel. Auf Basis des LTE-Fahrwerks entstand ein Rennwagen, der zum Termin am 12. April gerade noch rechtzeitig fertig wurde. Mit einem mächtigen, aufrecht stehenden Leitflügel am Heck, die Räder unter Blech versteckt und eine Silhouette, die nur knapp 70 Zentimeter hoch war, sollte der Wagen geeignet sein, den bestehenden Rekord zu knacken. Optisch wurde das Rennauto damals mit Silberlack überzogen, gepaart mit einem rundum verlaufenden schwarzem Streifen. Das Halbliteraggregat wurde in das Heck des schnittigen Weltrekordwagens vor Ort eingebaut und jeder der beiden Fahrer versuchte eine Bestmarke in der Klasse „Wagen bis 500 cm³“ aufzustellen. Über die Distanz von 1 Kilometer (mit stehendem Start) erzielte Georg von Opel die Geschwindigkeit von 120,2 km/h und über 1 Meile (mit stehendem Start) schaffte Ferdi Lehder das Tempo von 138,5 km/h. Nach diesen erfolgreichen Fahrten ergab sich im Herbst 1951 nochmals die Gelegenheit, die Rekorde zu erweitern. Ferdi Lehder nahm die 500er Klasse ins Visier und fuhr in dieser Wertung neue Rekordwerte in der 1 Kilometerstrecke, jeweils fliegender Start, mit 261,6 km/h, über 1 Meile erreichte er 254,3 km/h, 5 Kilometer fuhr er mit 256 km/h und für 10 Kilometer erreichte er die Höchstgeschwindigkeit von 249,2 km/h. Für den zweiten Tag wurde am vorherigen Abend noch der 350er Motor in das Auto eingebaut und auch Georg von Opel fuhr damit erfolgreich. Er erzielte sein Fahrleistungen ebenfalls mit fliegendem Start und fuhr die 1 Kilometerstrecke mit 213 km/h, die 1 Meile mit 212 km/h und die 10 Kilometer Distanz mit 193,4 km/h.

In allen genannten Disziplinen wurden die bisherigen Rekordfahrten abgelöst.

 

Heute ist das Fahrzeug Teil der Ausstellung im Automuseum PROTOTYP in Hamburg.

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