Sunbeam Tiger M1


Sunbeam Tiger M1

Artikel-Nr.: AM-SUN-TIG-RW

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Der Verkaufsleiter der Rootes Group für die Westküste der USA, Ian Garrad, erkannte, dass das Image des Sunbeam Alpine das eines Tourenwagens und nicht das eines Sportwagens war. Und er wollte dieses Image ändern, wobei er den kürzlichen Erfolg des Shelby Cobra als Richtschnur nahm. Er und Doane Spencer, ein Rennfahrer aus Kalifornien, untersuchten eine Reihe von V8-Motoren und entschieden, dass der neue Windsor-V8-Motor von Ford mit einem Hubraum von 4261 cm³ (260 ci.) und einer Leistung von 164 bhp (121 kW) gut zwischen die Längsträger des Alpine passen würde.

Sunbeam beauftragte Carroll Shelby, einen funktionierenden Prototyp herzustellen und gewährte hierfür ein Budget von 10000 US-$. Der Prototyp wurde von dem Shelby-Mitarbeiter George Boskoff angefertigt und das Ergebnis für gut genug befunden, als Produktionsmuster nach England geschickt zu werden.

 

Ein zweiter Alpine Series II wurde Ken Miles, einem ehemaligen Shelby-Mitarbeiter, guten Rennfahrer und Autobauer, übergeben, und er baute in weniger als einer Woche einen 4261 cm³ - V8-Motor und eine 2-Gang-Automatik ein, und das für nur 600 US-$. Der Prototyp von Ken Miles wurde einige Zeit von der Rootes Motors Inc. in Los Angeles aufbewahrt und dann an einen privaten Käufer abgegeben.

 

Nach umfangreichen Konstruktionsstudien überließ die Rootes Group die Entwicklung und die Tests von Produktionsbeginn Jensen Motors in Wolverhampton. Jensen Motors fertigte dann auch den Sunbeam Tiger. Es wurden 7085 Autos in 3 Serien hergestellt (das Werk unterschied nur 2 Serien, Mark I und Mark II, aber da die offizielle Mark I – Produktion die Karosserien von zwei Alpine-Serien – Series IV und V – verwendete, nannten Sunbeam Tiger – Enthusiasten die später hergestellten Exemplare üblicherweise als „Mark 1A“). Vom Mark II wurden nur 536 Exemplare hergestellt, sodass diese Tiger mit der 289 ci.-Maschine (4735 cm³) und 200 bhp (147 kW) heute sehr selten sind. Erstaunlicherweise haben beide Prototypen – sowohl der von Shelby als auch der von Miles bis heute überlebt, ebenso wie einige geschichtlich interessante Tiger-Modelle.

Die Fertigung des Tiger dauerte nur von 1964 bis 1967, als Chrysler die Rootes Group aufkaufte. Man konnte ehrlicherweise nicht erwarten, dass Chrysler weiterhin ein Auto mit Ford-Motor verkaufen würde und selbst hatte Chrysler keinen geeigneten Motor. Chrysler-V8-Motoren hatten alle den Verteiler auf der Hinterseite des Motors, und so war es nicht möglich, diese Motoren ohne große und teure Umbauten in den Motorraum des Sunbeam einzubauen. So wurde die Produktion des Tiger eingestellt.

Zwei Werkswagen der Rootes-Group waren 1964 auch bei den 24 Stunden von Le Mans am Start, allerdings mit wenig Erfolg. Die Teams Procter/Blumer und Dubois/Ballist fielen schon früh im Rennen durch Motorschaden aus.

Der Sunbeam Tiger ist heute als klassischer Sportwagen sehr beliebt und hat ein erstaunliches Potential für historische Rennwettbewerbe.

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